In Memoriam JEAN-CLAUDE DYSLI

Am 15.12.2013 ist Jean-Claude Dysli überraschend an Herzversagen gestorben. Bis zuletzt war er bei guter Gesundheit und konnte auf seinen geliebten Pferden reiten. Er folgt seinem Partner nach, dem Hengst Okie Isma Dad, der vor einer Woche am 08.12.2013 starb. Die Seelen von Jean-Claude Dysli und Okie Isma Dad waren auf Erden miteinander verbunden und sind es nun in der Ewigkeit. Wir bedauern den Tod von Jean-Claude Dysli zutiefst, und sind unendlich dankbar für jede einzelne Minute, die wir mit diesem außergewöhnlichen Menschen verbringen durften. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Olga Dysli und seinen Kindern, Amalia, Kenzie, Raphael und Jean-Jaque.


Jean-Claude Dysli hat die letzten zwei Jahre seines Lebens, all seine Kraft und Energie und sein unendliches Wissen rund um die Pferde, in seine neu gegründete JCD Riding Academy gesteckt. Er gab Kurse auf seiner Finca El Legado in Andalusien, um den Reitern seine spezielle, sanfte Art im Umgang mit Pferden nahezubringen. El Legado bedeutet auf Deutsch das Vermächtnis. Er wollte im Rahmen der JCD Riding Academy seine Philosophie weitergeben, dass wirkliches Reiten, das Verschmelzen von Pferd und Reiter, nur funktioniert, wenn die bedingungslose Liebe zum Pferd vorhanden ist.

Aufgewachsen auf einem Hof in der französischen Schweiz lernte Jean-Claude Dysli dort bereits den einfühlsamen Umgang mit Pferden von seinem Großvater. Nach dem Abitur kam er zur Schweizer Kavallerie keine gute Zeit, denn hier mussten Pferd und Reiter einfach nur funktionieren. Erst bei seiner Begegnung mit Fredy Knie sen. verstand er vollkommen, was es bedeutet, ein Pferd zu lieben und respektvoll mit ihm umzugehen. Nach einem Bauingenieur-Studium an der ETH in Zürich zog es Jean-Claude Dysli 1960 nach Amerika, wo er sein Studium mit dem Master of Science in Berkeley abschloss.

Jean-Claude Dysli hatte sich in den Kopf gesetzt, Westernreiten in Europa einzuführen, und damit alles andere als eine einfache Aufgabe gestellt. Die Vorführungen des "Cowboys" wurden von den Europäern eher als Zirkusnummern gesehen und nicht als ernsthafte Reiterei. Immerhin gab man ihm die Chance, an einer Großveranstaltung in Basel vor der versammelten Crème de la Crème des Schweizer Pferdesports sein Können zu zeigen. Zuerst ritt er seinen Hengst in der klassisch-kalifornischen Zäumung auf Kandare in einer traditionellen kalifornischen Dressur, danach zeigte er ein europäisches M-Dressurprogramm in der gebisslosen klassischen Hackamore und schließlich als Working Cow Horse ohne jede Zäumung. Das Einzigartige dabei war, dass er all diese Übungen mit demselben Pferd vorführte! Nach dieser einmaligen Darbietung wurde er nicht mehr belächelt, sondern ernst genommen. Ein Jahr später gab er seinen ersten Western-Reitkurs in der Schweiz. 1973, als Wolf Kröber ihn erstmals zur Equitana einlud, brachte er ein Dutzend weitere, durchwegs erstklassige Quarter Horses von Kalifornien nach Europa. So konnte er auf der Equitana einem großen Publikum das Westernreiten präsentieren und das Fundament der europäischen Westernreitweise legen.

Jean-Claude Dysli war einer der ganz Großen, eine Legende des Westernreitsports. Die JCD Riding Academy wird sein Vermächtnis weitertragen und in seiner Philosophie Reiter ausbilden.



16.12.2013/ JCD Riding Academy


Unsere Ausbilder, mit denen wir Seminare veranstalten

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Interview auf Bayern 3 bei "Mensch Otto"

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